Landpartien - Villa Kellermann Drucken E-mail
Samstag 21. Juli 2007, 20 Uhr ( Schloss Sacrow, Potsdam)
Dock 11 - Landpartie

» wasser_schloss «


Eine performative Installation von Christian Fuchs (ON Architektur) mit Kazue
Ikeda, Martin Clausen (TwoFish), Beatrice Fleischlin, Nicolas Galeazzi und
Andreas Liebmann (alle ehem. Gastube°)

Aus 2000 Sylter Mineralwasserkästen entsteht ein mobiles Schloss, das von Choreographen
und Performern bespielt und transformiert wird. Die Künstler interpretieren
den Wert der Gleichheit mit choreographischen und theatralen Mitteln
in einer Welt aus mobilen weißen Bauelementen - entsprechend dem diesjährigen
Rohkunstbau Motto »DREI FARBEN - WEISS«
Sie hinterfragen dabei die Ressource Wasser spielerisch und performativ.

In Kooperation mit Dock 11 & Kunstraum Syltquelle



Samstag 28. Juli 2007, 20 Uhr (Schloss Sacrow, Potsdam)
Radio eins - Landpartie

»Staatenbildend«


Ein Insekten-Theater-Stück von Deutschlands bekanntestem Kriminalbiologen
Dr. Mark Benecke - WELTURAUFFÜHRUNG
DIESE VERANSTALTUNG IST AUSVERKAUFT.

Regie Mark Benecke Darsteller Murat Belcant Moderation Mark Benecke
Dr. Mark Benecke ist Deutschlands Star-Biologe, bekannt aus Funk und TV. Der
Forensiker und Insektenspezialist wurde durch seine Methode berühmt, mit Fliegenmaden
auf Leichen einen Mordhergang zu rekonstruieren. Seine Leidenschaft
für Insekten hat ihn nun zum Theaterregisseur werden lassen. Benecke hat mit dem
Schauspieler Murat Belcant »Staatenbildend« inszeniert. Ein unterhaltsamer, etwas
kauziger Wissenschaftler bespricht seine Beziehung zu staatenbildenden Insekten:
Bienen und Ameisen.
Natürlich wird Mark Benecke im zweiten Teil des Abends selbst auf der Bühne sein,
um Fragen des Publikums zu beantworten. Anwesend sind auch echte, lebende Bienen
als Nebendarsteller. Im Gespräch mit ortsansässigen Imkern diskutiert Benecke
den Bienenstaat und wie sehr er dem unseren gleicht.

In Kooperation mit Radio eins



Samstag 04. August 2007, 21 Uhr (Schloss Sacrow, Potsdam)
Sophiensaele - Landpartie

» Fear_Lab«


Weltpremiere der Open-Air Version
Von & mit Xander De Boer, Steven Heather, Siegmar Zacharias Konzept Siegmar
Zacharias Video Video Ton Steven Heather

»Man wird doch noch Angst haben dürfen« (Die Zeit, 11.05.2005)
Angst ist ein Dauerthema der politisch-medialen Diskurse. Wo Visionen und Hoffnungen
entsorgt worden sind, wird das Geschäft mit Aufmerksamkeit in Medien
und Politik mit der Modellierung und Steuerung von Angst betrieben. Angst als
Gefühl wird durch ständige Übermittelung Angst erzeugender Bilder zum Permanentzustand
ohne genaues Ziel. fear_lab spielt mit den Mechanismen und Techniken
der Angststeuerung und fragt was sie mit den eigenen persönlichen Ängsten zu tun
haben. Anlehnung an die Ästhetik von Horror-Filmen und Psychothrillern erstellen
De Boer (Video), Heather (Ton) und Zacharias (Text) jedes Mal einen Live-Film
aus Versatzstücken ihres Labors. Es ist das Spiel: »Virtual Reality in the dark«.

Eine Produktion der Sophiensaele und in Kooperation mit Bildungswerk Berlin der
Heinrich-Böll-Stiftung



Samstag 18. August 2007, Aufführug A 20 Uhr | Aufführung B 21.30 Uhr
Hebbel - am - Ufer - Landpartie (Schloss Sacrow, Potsdam)

» ART«


Yasmina Reezas » Kunst« Regie Ronit Muszkatblit Choreographie Diane Busuttil
Installation Hiroko Tanahashi Schauspiel Robert Wolfram, N.N.

Ende der 90er Jahre war »Kunst« das meistgespielte Stück an deutschen Bühnen.
Erstmalig beschäftigen sich nun statt einem Regisseur drei inszenierende Künstlerinnen
mit dem Stoff. Ronit Muszkatblit (New York), Diane Busuttil (Berlin) und
Hiroko Tanahashi (Berlin / Tokyo) kommen aus vollkommen unterschiedlichen
Sparten. Schauspiel, Bewegung und Medien treten in ART gleichberechtigt miteinander
in Dialog.
In Yasmina Rezas »Kunst« präsentiert sich der Blick auf drei Figuren, deren Freundschaft
durch die Anschaffung eines völlig weißen Gemäldes in eine Krise gestürzt
wird. Geschieht im kreativen Prozess von Muszkatblit, Busuttil und Tanahashi das
Gleiche?

In Kooperation mit dem Hebbel am Ufer



Samstag, 25. August 2007, Schloss Sacrow bei Potsdam
19:45 Uhr VORTRAG von David Levine und Sarah Phillips
20:30 Uhr WELTPREMIERE des Dokumentarfilms


Bauerntheater

Ein Dokumentarfilm über einen amerikanischen Schauspieler, der versucht, in
einem deutschen Theaterstück die Rolle eines armen Bauern zur DDR-Zeit zu
spielen. Von New York kam er Ende April 2007 zum Biorama-Projekt Joachimsthal.
Ihm wurde ein Hektar Land zugewiesen und er wurde gebeten, zehn Stunden
täglich seine Rolle zu spielen. Einen Monat lang pflanzte er von Hand eine
halbe Tonne Kartoffeln ... Neben der Performance werden auch deren Vorbereitung
und der Alltag »nach dem Feld« dokumentiert. Der Film sinnt nach über
Schauspiel, Authentizität, Arbeit und Routine.

Die Filmvorführung findet im Rahmen der Veranstaltung »Kompetenzfeld: Kulturwirtschaft.
Kunst-Wirtschaft oder Wirtschaftskunst?« statt. Eine Initiative von Rohkunstbau, getragen
von der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg und gefördert aus Mitteln des Europäischen
Sozialfonds (ESF) und des Landes Brandenburg.
Bitte melden Sie sich an unter anmeldung@boell-brandenburg.de. Eintritt: 6 Euro.
Weitere Informationen unter www.boell-brandenburg.de

Bitte melden Sie sich an: anmeldung@boell-brandenburg.de


Sonntag 26. August 2007, ab 19 Uhr (Schloss Sacrow, Potsdam)
TESLA medien > kunst > labor - Landpartie

»ANTENNA CAMPANILE SACROW«


Jan Peter E.R. Sonntag mit N-solab
Taggenau vor 110 Jahren wurde der Campanile von Persius' neoromanischer Kirche
zum Sendeturm für die erste drahtlose Datenübertragung, zum ersten »Funkturm
«. Der Berliner Physiker Anton Slaby und sein Assistent Graf Arco senden
1600 Meter weit über den Jungfernsee hinweg Morsetelegramme, welche an der
Glieniecker Brücke der Kaiser höchstselbst empfängt, assisitiert von seinen Marinesoldaten.
Zehn Jahre nachdem Heinrich Hertz die Existenz der elektromagnetischen
Wellen experimentell nachgewiesen hat, ist dies ist der Beginn der Funktelegrafie
und damit der Funkgeschichte weltweit.
Grund genug, am 110. Jahrestag dieses Ereignisses die Antenne wieder zu spannen
und ein temporäres Laboratorium des Sendens und Empfangens aufzuschlagen.
Slabys große Wurfantenne, unbedämpfte Funkenstrecken, moderne Rechnertechnologien,
- das sind die Werkzeuge unserer Hommage an diesem Abend.

Eine Veranstaltung von TESLA, Berlin und mit freundlicher Unterstützung der
Zingstgemeinde, Potsdam